Service Wüste Deutschland - Mangelwirtschaft Deutschland?

Viele Firmen in Deutschland haben einen miesen Kundenservice und den finden sie ganz toll.
Viele Automobilhersteller haben in Deutschland nur sehr wenig kostenlose Grundfarben im Angebot, derweil dieselbe Firma in den USA die doppelte Anzahl an Grundfarben kostenlos im Angebot hat. Mercedeswerkstätten die als kostenlosen Werkstattersatzwagen nur einen Smart anbieten, derweil BMW Kunden wohl immer einen BMW erhalten und Jaguarkunden werden wohl auch einen Jaguar erhalten.

Hohe Preise bei Neuwagen im Vergleich zu den USA wo dieselben Konzerne trotz Zöllen und Überführungskosten wesentlich preiswertere Wagen anbieten. Übers Jahr liegt der durchschnittliche Umrechnungskurs Dollar zu Euro bei 1:1 oder günstiger für Deutsche Euro Zahler. Auch wenn die MwSt in Deutschland zirka 10% höher ist als in den USA, so sind die enorm hohen Preise in Deutschland durch nichts gerechtfertigt.

Einen VW Jetta mit Automatikgetriebe und 1.5 Liter Hubraum gibt es in den USA für 20.000 Dollar und das sieht beim Focus Stufenheck ähnlich aus. Auch bei VW sind alle Preise in den USA niedriger als in Deutschland. Einen BMW 330 gibt es samt Automatik für 41.450 Euro und den neuen 3er mit E-Antrieb gibt es auch für moderate 43.500 Euro. Die Kunden in den USA erhalten sowohl bei BMW, Mercedes als auch bei VW das Automatikgetriebe immer kostenlos und in Deutschland nur gegen teuren Aufpreis. Die VW und Mercedeshändler kommen sich noch ganz toll vor, auf dem hohen Roß sitzend und der vor Wut schäumende Kunde fühlt sich machtlos gegenüber den Konzernen. Hohe Neuwagenpreis daraus resultierende hohe Gebrauchtwagenpreise und der Kunde (das Volk) hat null Vorteile davon. Der miese Service den VW, BMW und Mercedes im Angebot haben wäre bei Neuwagen Preisen wie für einen Renault Twingo akzeptabel, aber so genügt mir das nicht.
Selbst wenn man sich einen Floh wie einen smart FourFor anschaut so kosten jene mit E-Antrieb zirka 22.000 Euro, was unangemessen hoch ist da die reinen Material und Lohnkosten für das Teil immer noch unter 10.000 Euro liegen. Warum null Kundenfreundlichkeit? Warum bietet MB die Einstiegsmodelle nicht zum Selbstkostenpreis an und warum genügt es nicht wenn der Konzern nur an größeren Limousinen und Transportern oder gar LKW’s Geld verdient?  Das normal freundlicher Mensch-Modell ist bei den Konzernbossen leider nicht vorhanden. 
In Japan ist das anders als in Deutschland. In Japan haben die Konzernchefs Ehre und Anstand und wissen was gutes Benehmen ist. Jene haben seit Ewigkeiten einen selbstverpflichtenden Ehrenkodex welcher es ihnen verbietet mehr als das 20fache eines durchschnittlichen Angestellten zu verdienen. Für diesen „Hungerlohn“ würden unanständige deutsche Konzernchefs nicht mal aufstehen. Wenn ein durchschnittlicher Angestellter bei VW oder MB 5.000 Euro verdient dann hieße dies das der Konzernchef sich anstandshalber mit 100.000 Euro begnügt. Hier ist noch menschliches Denken und Handeln vorhanden, statt purer Gewinngier.
Die Firmen wie VW, BMW und Co. verdienen doch auch mit dem Werkstattbesuchen der Kunden Geld, da könnten die Neuwagenpeise eigentlich niedriger sein. Es gibt sogar Firmen wie ATU die verkaufen gar keine Autos, sondern verkaufen nur Ersatzteile und bieten Autoreparaturen an und stehen zusätzlich noch in dem Ruf preiswerter zu sein als Markenwerkstätten. Wenn jene nur Auto Reparaturwerkstätten überleben können von ihren Einnahmen, dann sollten dies die Automobilkonzerne auch können und auch dann noch wenn die Neuwagenpreise atypischer Weise sinken würden. 

Die Kunden in Deutschland werden von den Konzernen jeden Tag „über den Tisch gezogen“.

Vielleicht mal ’ne Limousine gar 2farbig anbieten wie in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, kommt den Standard Chefs der Designabteilungen erst recht nicht in den Sinn. Erst ab Maybach Preisklasse und Rolls Royce. Dem Standardkunden guten Service zu fairen Preisen anbieten kommt vielen Automobilverkäufern in Deutschland nicht in den Sinn.
Schwarze und weiße PKW als Standardmodelle ohne Aufpreis anzubieten ist auch eine Frechheit. Warum nicht Blau, Rot, Grün. In den USA gibt es bei einigen Konzernen vier Grundfarben kostenlos. Warum ist das in Deutschland nicht möglich? Wir Kunden können doch nichts dafür das die Designstudios nur noch „schwarz sehen“. Ich mag das nicht.

Es gibt sogar einige mutige Mercedeshändler die haben null Verständnis dafür wenn der Kunde seinen PKW auf Contireifen bewegen möchte.

Das ist so ähnlich als wenn ich heute eine Jeans Latzhose oder eine Cordhose mit breitem Samtstreifen suche. Ist nicht modern, gibt’s nicht zu kaufen. Jetzt rennen alle im Einheitsdress dessen rum, der festlegt was modern ist. Vielleicht doch eine Mangelwirtschaft?
Apropos PKW an der Fachschule für Wirtschaft und Technik in Berlin Karlshorst lehren die Dozenten, dass ein PKW egal ob VW Polo oder Porsche von den Produktionskosten her  (inklusive Lohn) bei Preisen zwischen 6.000 und 9.000 Euro liegen und das alles was der Kunde mehr zahlt Gewinn des Konzern ist.

Wir kennen das von Apple Smartphones in China gebaut für Produktionskosten von 10 Euro und in Deutschland für um die 1.000 Euro verkauft.

Mercedes Benz (wohlwollende Kritik)

Die aktuellen Mercedes Modelle von der kleinen C Klasse bis zur S Klasse bieten nur noch sehr wenig Holzapplikationen im Innenraum. Auch die Auswahl der Holzarten dürfte hier durchaus üppiger sein. Walnussholz in matter Optik für die kleine C Klasse und in Hochglanz für die S-Klasse genügt vielen Kunden nicht.
Vielleicht möchte auch ein S-Klasse Kunde die Matte Holzoptik haben?
Warum gibt es nicht das Angebot in Teakholz matt?
Warum gibt es die Lenkräder für die Mercedes C-Klasse nicht in einem Mix von Holz und Lederoptik?
Warum gibt es bei der aktuellen C und S Klasse vor der Mittelarmlehne die Mittelkonsole nicht in Holzoptik?
Warum gibt es auch in den Türen keine Holzoptik?
Warum muss sich der Kunde mit dem kalt wirkenden gebürstetem Alu begnügen und darf dafür trotzdem viel Geld auf den Tisch legen?
Warum gibt es für die C-Klasse zusätzlich zu den bisherigen Farben nicht jene der S-Klasse obendrauf? 
Die Farben Kalaharigold oder auch Rubellitrot sehen doch sicherlich nicht nur bei einer S-Klasse toll aus. 
Wenn ich momentan die Webseite von Mercedes aufrufe und mir die Lenkräder für die S-Klasse Modelle ansehe und ich sehe ein Lenkrad in Holz und Lederoptik und das Holz ist genauso schwarz wie das Leder dann wirkt das unästhetisch. 
Warum Mercedes bei der C-Klasse die Disco-Beleuchtung für den Innenraum im Angebot hat wird die Geschäftsleitung in Stuttgart sicherlich auch nicht wissen. 
Wäre es zuviel verlangt, wenn alte MB Kunden den schönen Einarmscheibenwischer für die C-Klasse wahlweise haben könnten, statt der 2 Frontscheibenwischer die die Konkurrenten auch alle haben?

Das einzig gute an der S-Klasse ist, dass der MB Designchef hier immer eine gute Hand hatte und nicht wie bei einigen  E-Klasse Modellen die Frontscheinwerfer sehr experimentell erscheinen ließ, siehe W212. 

 

VW Jetta 1,5 Liter Hubraum 8 Gang Automatik für 16.500 Euro in den USA. IN Deutschland müssen die über den Tisch gezogenen Kunden das doppelte bezahlen, bei einem Kurs von 80 US Cent gleich 1 Euro was desöfteren im Jahr vorkommt.
Scheinbar haben die Dozenten der Fachschule für Wirtschaft doch Recht, dass die Produktionskosten weit unter 10.000 Euro liegen. Die Konzerne werden auch in den USA die Autos nicht verschenken.

Werfen wir noch einen Blick auf Audi, die es neuerdings nötig haben darauf hinzuweisen, dass die Teile „PREMIUM“ sein sollen. Andere Firmen haben diesen Verweis nicht nötig. Audi A3 2 Liter Hubraum 4 Zylinder, Automatik und ein bisschen Schnickschnack gibt es in den USA  für 35.450 Dollar, in Deutschland ab 41.000 Euro.

Nun mag man sicherlich darauf hinweisen, dass die MwSt in Deutschland höher ist als in den USA, jedoch die Überführungskosten und Zölle fallen weg. Es wirkt nicht zu freundlich wenn Audi die Kunden im Heimatland benachteiligt. Die Aufpreisliste ist in Deutschland erheblich länger als in den USA  Die Infrastruktur Deutschlands nutzen, aber null positive Verantwortung vor dem deutschen Volk tragen wollen.
Das US Einstigesmodel des A3 ist in Deutschland das Top-Model.
Laßt doch den Verweis auf „PREMIUM“ weg, wenn’s das ist erkennen ich das alleine. PREMIUM sind wohl doch nur die Preise.
In Deutschland ist Audi neuerdings mit 999ccm und 3 Zylindern unterwegs wie auch Smart nahe am Trabant 601 mit 600 ccm und 2 Zylindern.

Ein neues Wägelchen und das Auto läuft von Anfang an nur auf 3 Töpen, wer das wohl schön findet? Vielleicht wird uns Audi demnächst mit Tretautos beglücken mit zuschaltbaren E-Antrieb. Natürlich zum vollen Preis.